|
Familie Lupták aus Kremnica, Slowakische Republik
Vater Branislav arbeitet als Designer in einem Kremnitzer Kunsthandwerks-Unternehmen, das individuelle Inneneinrichtungsobjekte aus Metall, Glas und Holz herstellt. Er ist mit seinem Job sehr zufrieden, die Firma läuft gut. Sie haben mittlerweile Kunden auch im Ausland. Sein Lieblingshobby ist sein Garten.
Mutter Erika ist Leiterin des Postamts in Kremnické Bane, einem Dorf in der Nähe von Kremnica. Zur Zeit ist sie im Mutterschaftsurlaub. Sie kümmert sich um ihre kleine Tochter Maria. In ihrer Freizeit widmet sich Erika der Stickerei. Sie und ihr Mann wünschen sich mindestens noch zwei Kinder.
Die Luptáks haben einen großen Traum: Sie möchten in einer Gesellschaft ohne Sorgen leben, in der Toleranz und gute zwischenmenschliche Beziehungen großgeschrieben werden. Sie glauben, der EU-Beitritt der Slowakei könnte helfen, diesen Traum zu verwirklichen. |
Die Slowakei trennte sich 1993 friedlich von Tschechien und existiert seitdem als eigenständiger Staat. Den ungünstigen Prognosen zum Trotz hat die Slowakei einen deutlichen Aufschwung genommen. Früher von der Schwerindustrie dominiert, erwirtschaftet das Land heute beinahe 50% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Dienstleistungssektor.
Kremnica, das heute rund 5.800 Einwohnern zählt, hat eine ruhmreiche Vergangenheit - das »Goldene Zeitalter«. Im 15. - 16. Jahrhundert gehörte die Stadt wegen ihrer hohen Goldvorkommen zu den reichsten und bedeutendsten Städten Mitteleuropas. 75 % des Goldbedarfs in Europa wurden damals mit dem Kremnitzer Gold gedeckt. Deutschland und die Slowakei treiben regen Handel miteinander. Das Volumen aus slowakischer Sicht ist bei Im- und Export größer als das mit der Tschechischen Republik. Die wichtigsten Einfuhrgüter der Slowakei aus Baden-Württemberg sind Maschinen mit 105,9 Mio. Euro.
|
|||||||||||||||||||||||