Ein Sonntag in St. Julians, Malta
St. Julians ist eine Nachbarstadt der Inselhauptstadt Valetta. Hier trifft man nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische, die einen davon überzeugen, dass Malta nicht nur als Ferieninsel interessant ist.

Raymond Bugeja ist als Fischer von Montag bis Samstag mit
seinem Boot auf dem Mittelmeer unterwegs.
Er fischt Schwert- und Thunfische. Für seine Branche sieht er durch die EU-Erweiterung Probleme wegen der Fischfangquoten auf sich zukommen. Für Malta erwartet er viele Vorteile, meint jedoch, dass der Beitritt zu schnell kommt.

Matthew Hayes arbeitet für ein Versicherungsbüro. »Für meine Branche wird sich in Malta nichts ändern, Malta ist viel zu klein für die großen Konzerne!« Er erzieht seinen fünfjährigen Sohn alleine. Jamie geht in die
1. Klasse der Grundschule.

Francis Cavallaro 60 Jahre alt, genießt seinen Ruhestand
nach langen anstrengenden Jahren als Sicherheitschef des maltesischen Flughafens – er angelt. »Der Beitritt wird vor allem unseren wichtigsten Wirtschaftszweig, den Tourismus, unterstützen«, der durch den 11. September einen starken Rückgang zu verzeichnen hatte. Er hofft, dass seine Landsleute beim Referendum zustimmen werden.

Maria Perett betreibt mit Ihrem Mann David die »Rose e Lily Bar« mit Ladengeschäft in St. Julians. Sie sind vor über 20 Jahren aus London ausgewandert. Ihr Mann sammelt Modelle alter Spielzeugautos. Beide meinen, dass der Beitritt Malta verändern wird.